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SDK: Pflegereform 2017 - Private Absicherung bleibt weiterhin wichtig!

18.08.2015 10:42

Aktuelle Informationen seitens der SDK:

Sehr geehrte Damen und Herren,

in den letzten Tagen wurde in der Presse verstärkt über die Reform der gesetzlichen Pflegeversicherung berichtet. Diese soll als „Pflegestärkungsgesetz II“ ab dem 01.01.2017 gelten. In Rahmen dieser Reform sollen auch die Leistungen deutlich verbessert werden. Als Makler werden Sie daher sicherlich von Ihren Kunden auch auf die Frage angesprochen, ob man denn ab 2017 überhaupt noch eine private Pflegezusatzversicherung benötigt und wenn ja, ob man dann nicht lieber auf die neuen Tarife der PKV warten solle. Das sind durchaus berechtigte und wichtige Fragen, und sie sollen an dieser Stelle auch entsprechend beantwortet werden:

  1. Private Pflegevorsorge ist und bleibt wichtig! Das ist kein Zweckoptimismus, sondern einfach der Tatsache geschuldet, dass keine Pflegereform dieser Welt die durchaus beachtliche Pflegelücke unserer Kunden auch nun ansatzweise schließen könnte. Letztlich geht es bei der kommenden Pflegereform auch nicht primär darum, dass die Leistungen für die bestehenden Pflegestufen signifikant erhöht werden sollen. Ganz im Gegenteil: Bei einer Heimunterbringung werden gerade die bisherigen Pflegestufen I und II teilweise sogar deutlich weniger Geld erhalten, die bisherigen Pflegestufen III und IV („Härtefall“) nur geringfügig mehr. Kernziel der Pflegereform ist vielmehr, dass Menschen, die bisher (trotz faktisch vorhandenem Pflegebedarf) überhaupt nichts oder nur sehr wenig Geld bekommen haben, zukünftig eine deutlich bessere Leistung erhalten sollen. Gemeint sind damit hauptsächlich Demenzkranke. Da sich die bisherigen Pflegestufen stark an körperlichen Einschränkungen orientiert haben, fielen diese Patienten häufig durchs Raster. In Zukunft soll sich das durch die neuen Pflegegrade ändern: Entscheidend ist dann der tatsächliche Hilfebedarf, und zwar unabhängig davon, ob dieser durch körperliche oder psychische Einschränkungen entstanden ist. Im Endeffekt werden mit der Pflegereform 2017 also nicht die bereits bestehenden Leistungen verbessert, sondern völlig neue Leistungen für etwa 500.000 Menschen (also Demenzkranke) geschaffen, die bisher nichts bekommen haben. Das bedeutet aber noch lange nicht, dass diese damit alle Lücken geschlossen haben. Ganz im Gegenteil – auch Demenzkranke werden (wie alle anderen Pflegebedürftigen) eine deutliche Pflegelücke haben. Und genau hierfür ist eine private Pflegezusatzversicherung zwingend erforderlich.
  2. Das gesetzliche Pflegeversicherung ist und bleibt falsch finanziert! Bei allem Lob für die Verbesserungen durch die Pflegereform 2017 sei doch der Hinweis erlaubt, dass die generationenabhängige Umlagefinanzierung weiterhin der falsche Weg ist. Die Politik ignoriert weiterhin - aber mit beeindruckender Beharrlichkeit -  dass eine zurückgehende Zahl Jüngerer die Finanzierung für immer mehr Alte stemmen muss. Ein falscher Weg wird nicht dadurch richtiger, dass man fester auf den Boden stampft. Jeder Dorfteich muss mittlerweile nachhaltig sein, bei der Sozialversicherung hingegen tut man so, als hätte man noch nie davon gehört. Ein Konzept, wie die gesetzliche Pflegeversicherung auf Dauer finanzierbar bleibt, fehlt völlig. Es ist daher nicht ausgeschlossen, dass in einigen Jahren die Leistungen sogar wieder zurückgefahren werden müssen, weil das gesetzliche System völlig unbezahlbar geworden ist. Gut, wer dann eine private Pflegezusatzversicherung hat!
  3. Vertrieblich gesehen ist die Pflegereform 2017 ein Glücksfall! Unsere Kunden werden durch die zunehmende Berichterstattung in der Presse für das Thema Pflege sensibilisiert. Denn wenn der Staat, dessen Gesundheitsreformen zumindest in der gesetzlichen Krankenversicherung 30 Jahre lang nur Nachteile gebracht haben, nun für die Pflege mehr Geld bereitstellt, dann muss die Not schon groß sein. Und genau mit dieser Erkenntnis („Pflegevorsorge ist wichtig!“) können wir unsere Kunden auf das Vorhandensein der entsprechenden Lücken ansprechen. Arg viel besser hätte es für uns wirklich nicht kommen können!
  4. SDK bietet Umstellungsgarantie auf neue Tarife! Klar ist schon heute, dass die Versicherungswirtschaft zu Anfang 2017 neue Pflegetarife auf den Markt bringen muss. Denn die bisherigen drei Pflegestufen sind mit den zukünftigen fünf Pflegegraden nicht kompatibel. Um Ihren Kunden schon heute die Sicherheit zu geben, dass sie ihren jetzt abgeschlossenen Versicherungsschutz auf die dann neue Tarifgeneration umstellen können, hat die SDK dieses Recht sogar in die Versicherungsbedingungen aufgenommen. Denn Fairness und Kundenorientierung gehören zum Grundverständnis der SDK.
  5. Wer heute schon abschließt, spart Geld und sichert den Gesundheitszustand! Es wäre völlig falsch, wenn Kunden den Abschluss einer Pflegezusatzversicherung auf 2017 verschieben würden, nur um dann die neuen Tarife zu bekommen. Wie bereits unter Punkt 4 beschrieben, müssen alte Tarife ohnehin umgestellt werden. Wer heute schon abschließt, hat aber den Vorteil eines niedrigen und damit günstigeren Eintrittsalters. Zudem weiß niemand, wie sich sein Gesundheitszustand in den nächsten 18 Monaten entwickelt. Jeder von uns kennt Kunden, die aus falsch verstandener Sparsamkeit den Abschluss einer Versicherung (Voll, Zusatz oder BU) immer weiter nach hinten geschoben haben – und die dann plötzlich überhaupt nichts mehr bekamen, nur weil der Arzt bei einer Routineuntersuchung einen zu hohen Blutdruck oder Diabetes festgestellt hat.


Ich hoffe, mit diesen Zeilen zumindest einige Ihrer Fragen beantwortet zu haben. Die wichtigsten Punkte finden Sie zusätzlich auch noch im angehängten Artikel der Süddeutschen Zeitung vom 12.08.2015.

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