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SDK: GKV - Spitzenverband erwartet deutliche Beitragssteigerungen bis 2019

22.03.2016 10:23

Ein aktuelles Statement der SDK:

Sehr geehrte Damen und Herren,

würde Albrecht Dürer sein berühmtes Gemälde mit den vier apokalyptischen Reitern heute neu malen, so käme vermutlich ein fünftes Pferd mit auf die Leinwand: die Zusatzbeiträge in der gesetzlichen Krankenversicherung.

Unter Zusatzbeiträgen versteht man einen Sonderbeitrag von derzeit in Schnitt 1,1 %, den jeder GKV-Versicherte zusätzlich zum normalen Beitrag von 14,6 % bezahlen muss. Über diese Zusatzbeiträge finanziert die GKV ihre zukünftigen Kostensteigerungen. Was allerdings nur wenige wissen ist, dass dieser Zusatzbeitrag komplett vom Arbeitnehmer alleine getragen werden muss. Der Arbeitgeber beteiligt sich also nur am normalen Beitrag von 14,6 %, nicht aber am Zusatzbeitrag. Wenn nun zukünftige Kostensteigerungen ausschließlich über den Zusatzbeitrag finanziert werden, dann bedeutet das, dass diese Mehrkosten alleine der Arbeitnehmer tragen muss. Und da die finanzielle Situation der gesetzlichen Krankenkassen so desolat (2015: 1,1 Milliarden Euro Defizit) ist, dass im Vergleich jede Wüste als blühende Landschaft erscheint, kann sich jeder ausrechnen, wie sich die Zusatzbeiträge in den nächsten Jahren entwickeln werden.

So sagte selbst die Chefin der GKV-Spitzenverbandes Doris Pfeiffer vor wenigen Tagen in einem Interview mit der Neuen Osnabrücker Zeit folgende bedeutungsvolle Sätze:
„Wir haben zum Jahresbeginn eine durchschnittliche Steigerung um zwei Zehntel gehabt. Das werden wir in den Folgejahren in ähnlichen Größenordnungen haben. Daher rechnen wir damit, dass wir bei vorsichtiger Schätzung in 2019 bei 1,8 Prozent sein werden.“

Diese traurige Prophezeiung – der Zusatzbeitrag würde sich innerhalb von drei Jahren um mehr als ein Drittel erhöhen – zeigt die schwierige Lage, auf die die GKV konsequent zusteuert: bedingt durch die Demographie werden die Beitragszahler immer weniger, gleichzeitige erhöht sich aber die Zahl älterer Menschen, die hohe Kosten verursachen. Hier rächt sich auch, dass sich die GKV beharrlich dem Kapitaldeckungsverfahren verweigert und keine Alterungsrückstellungen bildet. Denn wo die Private Krankenversicherung fast 200 Milliarden Euro an Alterungsrückstellung für ihre Rentner zurückgelegt hat, steht die GKV komplett mit leeren Händen da: die junge Generation, die eigentlich die Kosten der Rentner finanzieren sollte, schrumpft immer stärker. Und da sich die Ausgaben kaum drosseln lassen, bleibt auch in den nächsten Jahren der Zusatzbeitrag die einzige Schraube, an der die GKV noch drehen kann – und auch drehen wird. Siehe die Aussagen von Frau Pfeiffer.

Natürlich, so mag man einwenden, hat auch die Private Krankenversicherung (PKV) mit der aktuellen Zinsentwicklung zu kämpfen. Das ist von Grundsatz her sicherlich richtig, darf aber nicht zu einer falschen Schlussfolgerung führen: denn die PKV spart ja bereits eine Alterungsrückstellung für Ihre Versicherten an. Bei der Verzinsung geht es lediglich um die Frage, mit welchem Zinssatz (3,5 %, 2,75 %, 2,00 %) diese gigantischen Kapitalmengen verzinst werden. Selbst wenn die PKV einen Zinssatz von 0,00 % hätte, dann hätte sie immer noch deutlich mehr für ihre Rentner angespart als die GKV, die keinen einzigen Cent zurückgelegt hat und sich daher auch nicht um die Zinsen kümmern muss. Wer kein Sparbuch hat, dem kann der Kapitalmarkt egal sein.

Im Anhang erhalten Sie einige Presseartikel zu diesem Thema sowie eine Übersicht darüber, wie sich die Beiträge in der GKV bis 2019 entwickeln werden, wenn die Prognose von Frau Pfeiffer zutreffen sollte. Und da man ja für jedes Problem auch eine vernünftige Alternative aufzeigen sollte, ist auch noch eine Beitragsübersicht über die Vollversicherung der SDK angehängt. So bietet die SDK für das Eintrittsalter 40 Jahre verschiedene Tarife zwischen 309,70 € und 592,55 € an. Da ist sicherlich auch etwas für Ihre Kunden dabei.

Wenn Sie noch Frage haben, bin ich gerne Ihr Ansprechpartner und verbleibe

Mit freundlichen Grüßen
Sören Hildinger

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