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SDK: GKV/PKV - ein Statement

17.02.2015 15:02

Finanzlage der gesetzlichen Krankenversicherung - gute Argumente für die PKV

GKV hat die Probleme jahrelang ausgeblendet
Ein gehöriges Maß an Optimismus und Selbstvertrauen – mit leichter Tendenz zur Selbstüberschätzung - gehört seit vielen Jahren zum Markenkern der gesetzlichen Krankenkassen. So groß die finanziellen Probleme auch waren, man war immer davon überzeugt, dass sich alles zum Besten wenden würde. Um kaum hatte man in den letzten Jahren durch glückliche Umstände ein paar Euro an Reserven angesammelt, konnte man vor lauter Kraft kaum noch laufen. Von einem realistischen Blick auf die eigene Lage konnte daher viele Jahrzehnte lang keine Rede sein. Doch die Situation der GKV hat sich dramatisch gewandelt:

Selbst Führungskräfte der GKV prophezeien deutliche Beitragssteigerungen
Wie traurig muss nun die Finanzlage der gesetzlichen Krankenkassen sein, wenn mittlerweile selbst ihre Führungskräfte von deutlich steigenden Beiträgen ab dem Jahre 2016 reden? Wenn der Chef der Barmer Ersatzkasse bereits 2016 einen Beitragssatz von gut 16,0 % (heute: 15,50 %) erwartet? Und der Vorsitzende der Techniker Krankenkasse eine jährliche Steigerung des Zusatzbeitrages um 0,2 Prozentpunkte prophezeit, was im Endeffekt auf dasselbe hinausläuft? Auch Doris Pfeiffer - immerhin Chefin des GKV-Spitzenverbandes – sieht den Beitragssatz der GKV im Jahre 2016 bei stolzen 16 Prozent. Der Glaube daran, das System irgendwie gesundbeten zu können, hat gewaltige Risse bekommen.

GKV hat systembedingt kaum finanzielle Reserven
Auf einen weiteren wichtigen Punkt sei an dieser Stelle hingewiesen: in einem Artikel des Handelsblatts war kürzlich eine Übersicht über die Vermögen der Kassen pro Mitglied abgebildet. Dieses liegt in fast allen Fällen bei einem Wert von (bestenfalls) wenigen hundert Euro. Verglichen mit den Alterungsstellungen der PKV, die oftmals mehrere Zehntausend Euro pro Kopf betragen (wir lassen hier unberücksichtigt, dass die PKV eigentlich keine individualisierten Alterungsrückstellungen kennt), sind diese Zahlen recht überschaubar.

Vergleich zwischen PKV und GKV systembedingt schwierig
Natürlich mag man einwenden, dass sich ein direkter Vergleich (oder gar eine Gleichsetzung) der Alterungsrückstellungen der PKV mit den Rücklagen der GKV verbietet. Das ist sicherlich vom Grundsatz her auch richtig, da sich mit dem Kapitaldeckungsverfahrung (PKV) und dem Umlageverfahren (GKV) zwei völlig verschiedene Systeme einander gegenüberstehen. Das System der PKV baut für die hohen Kosten im Alter kontinuierlich Alterungsrückstellungen auf, während das System der GKV diese – zumindest auf den ersten Blick – nicht benötigt, da es ja über den Generationenvertrag finanziert wird.

Nachteile des Generationenvertrages werden immer deutlicher
Allerdings beginnt genau hier das Problem: Generationenverträge funktionieren genau so lange, wie die versorgende Generation (hier: junge Menschen) größer ist als die empfangene Generation (hier: alte Menschen). Nun ist es aber kein Geheimnis, dass sich in den nächsten Jahrzehnten diese Vorgabe quasi drehen wird: die Anzahl der Versorger sinkt deutlich ab, während die Zahl der Empfänger ansteigt. Wenn in dieser Situation – und damit sind wir wieder beim Thema „Vermögen der Kassen pro Mitglied“ - kein zusätzliches Reservekapital zur Verfügung steht, siehst es düster für das Gesamtsystem aus. Man kann es drehen und wenden, wie man will: das System der gesetzlichen Krankenversi-cherung hat der demographischen Entwicklung absolut nichts (!) entgegenzusetzen und ist ihr faktisch hilflos ausgeliefert. Reserven sind – systembedingt – keine vorhanden und können (woher auch?) nicht im erforderlichen Maße aufgebaut werden. Sicherlich wird das System noch einige Jahrzehnte laufen, aber eines muss auch klar sein: Lässt man die Ausgaben (Leistungen) wie sie sind, muss man die Einnahmen (Beitragssätze, Bemessungsgrundlagen oder Bemessungsgrenzen) erhöhen. Und lässt man die Einnahmen wie sie sind, dann muss man die Ausgaben kürzen. Egal was die Politik tut – das Preis-Leistungsverhältnis in der GKV (und genau darum geht es nämlich!) wird sich in jedem Falle verschlechtern.

Bedeutung für unsere Arbeit im Vertrieb
Für uns im Vertrieb bedeutet das, dass wir genau diese Dinge unseren Kunden erklären müssen. Wir müssen deutlich machen, dass es hier weder um weltanschauliche noch um partei- oder wirtschaftspolitische Glaubensfragen geht. Die Frage nach der Entwicklung der gesetzlichen Krankenversicherung lässt sich mit einfachsten mathematischen Grundkenntnissen vorhersagen.

Private Krankenversicherung bei der SDK als günstige Alternative zur GKV
Die Datei „Beitragsvergleich GKV – SDK 2015“ enthält zwei Tabellen: zum einen eine Übersicht über die möglichen Beitragssätze in der gesetzlichen Krankenversicherung in den nächsten Jahren - je nach Entwicklung der Zusatzbeiträge. Zum anderen einen Überblick darüber, was eine Private Krankenversicherung bei der SDK im Vergleich dazu kostet. Auch wer der PKV (aus welchen Gründen auch immer) kritisch gegenübersteht, er muss eines zugeben: Selbst mit Alter 50 liegt man bei der SDK mit einem absoluten TOP-Schutz nur unwesentlich über dem Beitrag der GKV mit ihren rudimentären Leistungen.

Ich hoffe, dass ich dem einen oder anderen unter Ihnen etwas argumentative Unterstützung für die Ansprache der Krankenvollversicherung geben konnte. Bei Rückfragen bin ich gerne Ihr Ansprechpartner.

Sören Hildinger
(Süddeutsche Krankenversicherung a.G.)
Versicherungsbetriebswirt (DVA)
Key Account Manager
Süddeutsche Krankenversicherung a.G.
Knappenweg 2
70569 Stuttgart
Fon: 0711/ 67428 - 101
Fax: 0711/ 67428 - 102
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