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R+V: Grenzgänger Schweiz jetzt versicherbar in allen Voll- und Zusatztarifen

13.09.2016 09:51

R+V informiert:

Liebe Geschäftspartnerinnen und Geschäftspartner,
 
ich freue mich, Ihnen heute gute Neuigkeiten aus dem Ressort Krankenversicherung mitteilen zu können:
Ab sofort werden wir sowohl in der Kranken-Vollversicherung als auch in der Kranken-Zusatzversicherung Grenzgänger in die Schweiz und ihre Angehörigen in größerem Umfang versichern. Die Regelungen und das Vorgehen haben wir nachstehend für Sie zusammengefasst.
 
Definition Grenzgänger
Grenzgänger sind Personen, die

  • täglich in die Schweiz pendeln.
  • während der Woche in der Schweiz leben/arbeiten und am Wochenende regelmäßig zu ihrem gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland zurückkehren.

Diese Personen erhalten für die Schweiz eine sogenannte G-Bewilligung (Grenzgänger-Ausweis).
 
Kranken-Vollversicherung
Grenzgänger in die Schweiz können sich nach derzeitiger Rechtslage von der dortigen Versicherungspflicht befreien lassen, wenn sie nachweisen, dass die bestehende Kranken-Vollversicherung die Versicherungspflicht in der PKV in Deutschland erfüllt. Diese Voraussetzung erfüllen alle unsere Kranken-Vollversicherungstarife.
 
Tarife mit Primärarztprinzip
In der Schweiz gibt es diverse Facharzttitel. Darunter auch die für das Primärarztthema relevanten:

  • Praktischer Arzt
  • Allgemeine innere Medizin
  • Gynäkologie
  • Ophthalmologie (Augenheilkunde)
  • Kinder- und Jugendmedizin

Not- und Bereitschaftsärzte gibt es nicht.
Das Prinzip der Überweisung ist dem Schweizer Gesundheitssystem nicht fremd. Im Rahmen der Grundversicherung gibt es auch ein Hausarztmodell.
 
Private Pflegepflichtversicherung
Entscheidet sich der Grenzgänger für eine deutsche Kranken-Vollversicherung, ist auch die PPV weiterzuführen.
 
Krankentagegeld
Die Tarife TA werden für Grenzgänger in die Schweiz nicht angeboten. Grund hierfür sind die Unterschiede gegenüber den Lohnfortzahlungs-Regelungen in Deutschland. Bestandskunden sind bei entsprechenden Anfragen unbedingt über die Problematik zu informieren. In diesen Fällen sollte ihnen eine Vereinbarung zu einer Taggeldversicherung mit dem Schweizer Arbeitgeber empfohlen werden. Zudem sollten sie auf die Möglichkeit zur Umstellung des bestehenden Tarifs TA in eine Anwartschaft hingewiesen werden.
 
Kranken-Zusatzversicherung
In der Kranken-Zusatzversicherung sind folgende zwei Möglichkeiten zu unterscheiden:

  • Mitgliedschaft in einer deutschen GKV und Befreiung von der Versicherungspflicht in der Schweiz
  • Versicherung in der Schweizer Grundversicherung und elektronische Gesundheitskarte einer deutschen GKV (Anspruch auf Aushilfsleistungen)

Mitgliedschaft in einer deutschen GKV und Befreiung von der Versicherungspflicht in der Schweiz
Grenzgänger mit diesem Versicherungsschutz können alle Kranken-Zusatzversicherungen der R+V Krankenversicherung abschließen und auch fortführen, solange die Mitgliedschaft in der GKV besteht.
 
Diese Personen sollten für sich entscheiden, ob ihnen der bestehende Versicherungsschutz ausreicht, z. B. Leistungsumfang der Tarife Klinik im Ausland.
 
Endet die Mitgliedschaft in der deutschen GKV, endet auch die Kranken-Zusatzversicherung, bspw. bei Verzug in die Schweiz und einer Versicherung in der dortigen Krankenversicherung.
 
Versicherung in der Schweizer Grundversicherung und elektronische Gesundheitskarte einer deutschen GKV (Anspruch auf Aushilfsleistungen)
Die Kranken-Zusatzversicherungen der R+V können nun auch in dieser Konstellation abgeschlossen werden. Voraussetzungen hierfür sind eine Besondere Vereinbarung (BVB) sowie eine elektronische Gesundheitskarte (eGK) einer deutschen GKV.
 
Bei Verzug in die Schweiz bzw. Wegfall der eGK der deutschen GKV aus anderen Gründen, endet der jeweils versicherte Tarif.
 
Die in der Police abgedruckte BesondereVereinbarung (BVB) sieht wie folgt aus:
 
Vereinbarung zur Krankheitskostenzusatzversicherung für Personen mit Anspruch auf Aushilfsleistungen einer deutschen Krankenkasse
 
Abweichend von den Allgemeinen Versicherungsbedingungen des jeweiligen Tarifs gilt zusätzlich:
 

  1. Versicherungsfähig sind auch im Ausland krankenversicherte Personen mit gewöhnlichem Aufenthalt in der Bundesrepublik Deutschland, die auf der Grundlage einer Bescheinigung (E106/S1, E109 oder E121) eine Gesundheitskarte von einer deutschen Krankenkasse erhalten und Anspruch auf Aushilfsleistungen in Deutschland haben.

  2. Anspruch auf Leistungen für Behandlungen in dem Land der ausländischen Krankenversicherung besteht nur bei unaufschiebbaren Behandlungen, die nachweislich wegen Unfall oder sonstigem Notfall erfolgen; ferner, wenn der Versicherer Leistungen vor Beginn der Behandlung in Textform zugesagt hat. Der Versicherer ist berechtigt, eine etwaige Kostenzusage sowohl zeitlich als auch in Bezug auf den Umfang der Kostenerstattung zu begrenzen. Nicht erstattungsfähig sind im Rahmen der ausländischen Krankenversicherung geltende Selbstbehalte, Franchisen und Kostenbeteiligungen inkl. etwaiger Zuzahlungen zur Krankenhausbehandlung.

    Als Vorleistung der GKV im Sinne des jeweiligen Tarifs gelten sowohl Leistungen der ausländischen Krankenversicherung als auch von der deutschen Krankenkasse erbrachte Aushilfsleistungen. Leistungen einer ausländischen Krankenkasse für Zahnersatz sind jedoch dem Festzuschuss nach § 55 SGB V nicht gleichzusetzen.

    Das Land der ausländischen Krankenversicherung gilt in Bezug auf etwaige Tarifleistungen für kurzfristige Auslandsreisen nicht als Ausland im Sinne der Bedingungen.

  3. In Deutschland sind nach aktueller Rechtslage Krankenversicherungsbeiträge von der Versicherungsteuer befreit. Sofern in einem ausländischen Staat Versicherungsteuer anfällt, kann sie  – soweit dies gesetzlich vorgesehen ist – zusätzlich zum vereinbarten Beitrag erhoben werden.

 
 
Pflegetagegeld: R+V-PflegeKonzept (PKU, PK2U, PK3U)
Unter den bei Punkt „Kranken-Zusatzversicherung“ genannten Voraussetzungen können die Grenzgänger auch einen Tarif aus dem R+V-PflegeKonzept versichern.
 
Im Versicherungsschein wird in diesen Fällen folgende BVB hinterlegt:
 
Vereinbarung zur Pflegetagegeldversicherung für Personen mit Anspruch auf Aushilfsleistungen einer deutschen Krankenkasse
 
Abweichend von den Allgemeinen Versicherungsbedingungen des jeweiligen Tarifs gilt zusätzlich:

  1. Versicherungsfähig sind auch Personen mit gewöhnlichem Aufenthalt in Deutschland, die auf der Grundlage einer Bescheinigung der zuständigen ausländischen Krankenversicherung (E106/S1, E109 oder E121) eine Gesundheitskarte von einer deutschen Krankenkasse erhalten und damit Anspruch auf Aushilfsleistungen von der Pflegekasse in Deutschland haben.
  2. Liegt bei einem Antrag auf Leistungen wegen Pflegebedürftigkeit keine Einstufung in einen Pflegegrad – bzw. bis 31.12.2016 in eine Pflegestufe – nach dem Sozialgesetzbuch Elftes Buch (SGB XI) durch eine deutsche Pflegekasse vor, wird der Versicherer auf Antrag und Kosten des Versicherungsnehmers eine entsprechende Begutachtung in Auftrag geben. Der Versicherer kann vor Erteilung eines Gutachtenauftrags vom Versicherungsnehmer einen angemessenen Vorschuss verlangen.
  3. In Deutschland sind nach aktueller Rechtslage Beiträge zur Pflegezusatzversicherung von der Versicherungsteuer befreit. Sofern in einem ausländischen Staat Versicherungsteuer anfällt, kann sie  – soweit dies gesetzlich vorgesehen ist – zusätzlich zum vereinbarten Beitrag erhoben werden.

Beantragung
Die Kranken-Vollversicherung ist ganz normal über einen Papierantrag (auch Mail oder Fax) oder die bekannten Vertriebssysteme zu beantragen. In diesem ist der Umstand der ausländischen GKV wie folgt aufzunehmen: „Ausländische GKV, Schweiz“. Der Hinweis ist immer bei der betroffenen Person im Antragsteil „Angaben zu den zu versichernden Personen/Versicherungsumfang“ zu vermerken. Der Wohnsitz muss in Deutschland sein, sonst kann kein Versicherungsschutz gewährt werden. Zusätzlich ist die Kopie einer aktuell gültigen Krankenversicherungskarte der deutschen GKV je betroffener versicherter Person vorzulegen.

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